
Das Pyrenäen-Dorf Rennes-le-Château im Süden Frankreichs zählt heutzutage zu einer der Touristen-Magneten im Languedoc.
Die Geschichte um den Dorfpriester Abbé Bérenger Saunière (1852-1917) ist höchst umstritten, hat aber über private Aufzeichnungen belegbare biographische Hintergründe, die seit Jahrzehnten unzählige Forscher animieren, hinter das Geheimnis des Priesters zu blicken.
Gegen Ende des 19.Jahrhunderts ließ Saunière die Dorfkirche komplett umgestalten. Noch heute zieht sie die Menschen in Scharen an. Viele suchen in den merkwürdigen Dekorationen nach Hinweisen auf Saunières Geheimnis, das ihn im Laufe von wenigen Jahren zu einem vermögenden Großgrundbesitzer gemacht hat.
Die meisten Forscher gehen davon aus, dass Saunière in ein Geheimnis eingeweiht gewesen sein muss. Sie berufen sich unter anderem auch auf dessen Zusammenarbeit mit Abbé Boudet, der nur wenige Kilometer von Rennes-le-Château entfernt in Rennes-les-Bains sein Priesteramt ausübte.
Boudet hinterließ der Nachwelt ein seltsames Buch, das heutzutage nur noch sehr selten auffindbar ist: Die wahre Sprache der Kelten. Es wurde nach mehrjähriger Arbeit 1886 in Carcassonne veröffentlicht. Der Bischof protestierte vehement dagegen.
Weil dieses Buch voll von Abstrusitäten ist und Boudet zugleich als Wiederentdecker des Geheimnisses von Rennes-le-Château angesehen wird, gehen viele Forscher davon aus, dass er zwischen den Zeilen den finalen Schlüssel zum Wissen der Priester verbarg.
Eine Karte, die die Umgebung der beiden Kommunen zeigt, lag dem Buch bei. Sie weist eine erstaunlich detaillierte Beschreibung der Landschaft auf. Einige der Namen stimmen allerdings nicht mit den realen Bezeichnungen überein, beziehungsweise existieren überhaupt nicht.
Es gibt bis heute keine plausible Erklärung, weshalb der penible Priester diese offensichtlichen Fehler zuließ.